Designstory

Erklärung

„Heute verkauft man Produkte mit guten Geschichten.“ (1)

Eine Designstory transportiert die Botschaft eines Produkts durch gestalterische Mittel. Sie gibt dem Produkt eine visuelle Identität und verstärkt seine Wirkung auf den Nutzer.

Beispiele für Designstories sind:

  • Patina auf Lederwaren oder Jeans erzählt die Geschichte der Nutzung und Individualisierung
  • Die Form eines Sessels als geöffnete, schützende Hand suggeriert Geborgenheit
  • Retrodesign vermittelt Nostalgie und erzeugt Vertrauen durch Assoziationen mit der Vergangenheit

Durch gezielte Gestaltung werden Produktwerte, Funktionen und Zielgruppenansprachen in einer visuell erlebbaren Form vermittelt. Die Designstory fördert so eine emotionale Verbindung zum Produkt und macht es unverwechselbar. Eine starke Designstory kann zudem das Markenimage prägen und eine Wiedererkennung in verschiedenen Kommunikationskanälen gewährleisten.

 

Ziel

Das Ziel einer Designstory ist es, die Marken- oder Produktbotschaft visuell zu kommunizieren und eine emotionale Resonanz beim Nutzer zu erzeugen. Sie soll das Produkt von der Konkurrenz abheben, indem sie eine einzigartige Geschichte vermittelt. Dadurch können Nutzer sich besser mit dem Produkt identifizieren und seine Werte verstehen. Gleichzeitig erleichtert eine durchdachte Designstory die Vermarktung und schafft eine kohärente visuelle Sprache für alle Marketingkanäle.

Dadurch, dass ein Produkt/eine Dienstleistung in eine Geschichte eingebettet ist, die z.B. positive Assoziationen beim Anwender auslöst, werden Emotionen transportiert – nicht nur das Produzieren einer Story soll Spaß machen, auch die Story selbst soll ein gewisses Unterhaltungspotenzial mit sich bringen. Aufgrund der funktionellen Ähnlichkeit zu einer Vielzahl anderer Produkte bringt das eine entscheidendes Unterscheidungsmerkmal.

Durch die Story werden Produkte und Technologien erlebbar (Customer Experience), Anleitungen und Informationen können anschaulich kommuniziert werden. Zudem wird ein Pfad zum Verbraucher/Nutzer geebnet und Nähe zum Unternehmen erzeugt.

Durch Geschichten und emotionale Eindrücke können Multiplikationseffekte durch Verbreiten der Story innerhalb der Ziel-/Kundengruppe ausgelöst werden.

Vorgehen

Beim Entwickeln einer Designstory sind folgende Aspekte zentral:

  • Definition der Produktbotschaft: Welche Werte und Emotionen sollen vermittelt werden?
  • Analyse der Zielgruppe: Welche Bedürfnisse und Erwartungen haben die Nutzer?
  • Nutzung von Formen, Farben und Materialien, um die gewünschte Botschaft auszudrücken.
  • Einbindung von Nutzungskontexten: Die Geschichte des Produkts kann durch visuelle und materielle Elemente verstärkt werden
  • Konsistenz in der Designsprache, um die Marke und das Produkt einheitlich zu positionieren
  • Test und Feedback: Die Story sollte iterativ getestet und optimiert werden, um ihre Wirkung auf die Zielgruppe zu verbessern

Eine Geschichte kann Emotionen transportieren und eine emotionale Verbindung aufgebauen.

 

Tipp

  • Eine Designstory sollte intuitiv verständlich und leicht erfassbar sein
  • Der Einsatz von Symbolik und Metaphern kann helfen, die gewünschten Emotionen direkt zu vermitteln
  • Konsistenz in der Gestaltung über verschiedene Produktlinien hinweg schafft Wiedererkennbarkeit und Vertrauen
  • Visuelle Elemente sollten sich harmonisch in die gesamte Markenstrategie einfügen und die Kernwerte der Marke unterstützen

Quellen

(1) https://www.welt.de/icon/design/article155995347/Heute-verkauft-man-Produkte-mit-guten-Geschichten.html
(2) https://blog.netpress.de/storytelling-im-content-marketing-wie-geschichten-produkte-verkaufen
EuK4 – Elektrischer Handmixer – Gais – Koch – SS18
EuK4 – Elektrischer Handmixer – Greiner – Blum – SS18
EuK3 – Festnetztelefon 65 plus – Maximilian Kerker und Daniel Franz – WS18_19
EuK3 – Heisswasserspender – LEO GEYER & ALEXANDER SELG – WS 19_20

Beispiele

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